Vicelin-Kirche Ratekau

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Was Sie über diese Kirche wissen müssen

Vicelin-Kirche Ratekau

Wo Sie diese Kirche finden

Kircheninformationen

Die Vicelin-Kirche befindet sich in Ratekau, einem Dorf in Schleswig-Holstein etwa sieben Kilometer südöstlich des bekannten Badeortes Timmendorfer Strand an der Osteseeküste.

Die Kirche ist abgeschlossen

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Ratekau Vicelin-Kirche
Kirche von Nord-Osten
Ratekau Vicelin-Kirche
Kirche von Süd-Westen
Ratekau Vicelin-Kirche
Halbrunde Apsis von Osten

Vicelinkirche Ratekau besuchen

Auch bei der Kirche in Ratekau handelt es sich um eine der sogenannten Vicelin-Kirchen, die im späten 12. Jahrhundert als spätromanischer Feldsteinbau mit westlichem Rundturm erbaut wurde. Auch hier hat Bischof Vicelin die Einweihung der Kirche sicherlich nicht mehr miterlebt, da er 1154 bereits verstorben ist. Aber auch den Bau dieser Kirche wird er zumindest noch geplant oder in Auftrag gegeben haben. Was sie jedoch von den anderen Vicelinkirchen mit Rundturm in Pronstorf und Neukirchen unterscheidet: sie ist normalerweise verschlossen. Bei meinem ersten Besuch hatte ich dies vorher recherchiert, und ein freundlicher Herr schloß mir die Kirche auf. Leider habe ich dann in einer Art Schnelldurchlauf nur ein paar Innenaufnahmen gemacht („Hauptsache, ich habe ein paar…), und diese noch mit meiner alten Digitalkamera. Daher sind sowohl Qualität wie auch Quantität dieser Photos, nun ja, bescheiden… Bei unserem zweiten Versuch konnten wir zwar halbwegs schöne Außenaufnahmen machen, die Kirche war jedoch verschlossen, und bei der Telefonnummer, die im Schaukasten an der Straße aufgeführt war, ging leider niemand ran. Daher sind noch die alten Photos in der Diashow zu sehen. Dies ist also eine Kirche, die wir unbedingt nochmals besuchen müssen. Auf der Webseite der Kirche steht, daß die Gemeinde versucht, sie nun häufiger offenzuhalten. Hoffen wir, daß dies auch so ist.

Der Baubeginn der Kirche wird – wie bei vielen Vicelin-Kirchen – auf das Jahr 1154 datiert, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus den Jahren 1234/1235, als Apsisbogen und Gewölbe erneuert wurden. Der äußere Aufbau ist zunächst der einer „traditionellen“ Vicelinkirche: runder Westturm, rechteckiges Schiff, anschließender Chor mit in diesem Fall noch erhaltender halbrunder Apside. Ungewöhnlich allerdings der Anbau an Nordost-Ecke des Schiffes und Nordwest-Ecke des Chors. Hierbei handelt es sich um einen Sakristei von 1913. Der – leicht schiefe – Turm hat eine Gesamthöhe von 48 Metern inklusive des Spitzhelms, und diente wohl auch als Wehrturm. Das Satteldach des Schiffes ist mit Schindeln gedeckt.

Man betritt die Kirche durch die Westwand des Turms, und gelangt zunächst in die quadratische Turmhalle, in der noch Reste eines Kreuzgratgewölbes zu sehen sind. In die Haupträume gelangt man durch eine weitere Tür in der Ostwand des Turms. Unter der Westempore mit der Marcussen-Orgel von 1891, die die ältere Orgel aus dem 16. oder 17. Jahrhundert ersetzte, gelangt man schließlich in das Schiff. In der Südwestecke befindet sich die Kanzel aus dem Jahr 1824. Der Chorbogen ist mit Rankenwerk verziert. Im Rundbogen ist das Kruzifix mit dem Korpus aus dem 16. Jahrhundert aufgehängt. Im Chor befinden sich rankenverzierte Rundbogenfenster in der Nord- und Südwand, ferner der Altar, und in der Apsis ein modernes Buntglasfenster ebenfalls in Rundbogenform. In den Jahren 2008 bis 2011 fand eine Renovierung und Modernisierung der Kirche statt, dabei wurden Teile des originalen Ziegelfußbodens und steinerne Sitzbänke aus der Erbauungszeit an beiden Seiten des Schiffes gefunden.

Fazit: eine weitere Vicelin-Kirche, die leider meist verschlossen ist, und die wir nochmals besuchen müssen

Ratekau Vicelin-Kirche
Erdgeschoß des Turms
Ratekau Vicelin-Kirche
Alter Fußboden mit Steinbänken
Ratekau Vicelin-Kirche
Ostfenster