Geldeston St Michael

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Was Sie über diese Kirche wissen müssen

Kirche St Michael Geldeston

Wo Sie diese Kirche finden

Kircheninformationen

Die Kirche St Michael befindet sich in Geldeston, einem kleinen Dorf in Norfolk nahe der County-Grenze zu Suffolk, und am Ende des schiffbaren Bereichs der Norfolk Broads.

Infos zum Schlüssel für die Kirche sind vor Ort erhältlich

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Turm von Westen
Ostansicht Kirche

Geldeston St Michael besuchen

Die Kirche St Michael befindet sich in Geldeston nördlich des kleinen Dorfzentrums. Sie ist verschlossen, aber bei unserem Besuch war ein Hinweis angebracht, wo man einen Schlüssel findet. Da wir von der Anlegestelle am Locks Inn (früher unser Lieblingspub in Norfolk und immer noch unsere Lieblingsanlegestelle an den Broads) kamen, mußten wir einen ziemlichen Umweg machen, um endlich das Innere der Kirche sehen zu können.

Sie wurde im 19. Jahrhundert stark restauriert, was besonders an den Fenstern zu sehen ist. Doch der Turm hat zwischen den Feuersteinen mittelalterliche Ziegelstein-Putlöcher (für Gerüststangen), was darauf hindeutet, daß er ursprünglich im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Er ist durchgehend rund, aber die oberen 16 Fuß wurden entfernt und 1814 auf eine Höhe von 12 Fuß reduziert. Dieser Glockenturm hat ein Muster aus dunklen Feuersteinen in hohen vertikalen Platten, die in den grauen Backstein eingelassen sind, der auch für die Brüstung verwendet wird. Ein nördliches Querschiff wurde 1864 hinzugefügt. Der Altarraum wurde 1864-6 komplett umgebaut und um drei Fuß verlängert.

Es wird angenommen, daß das Südportal im 15. Jahrhundert von einem Ralph Garnay gestiftet wurde, da sein Wappen, das jetzt nur noch schwer erkennbar ist, unter der Nische über dem Eingang zu sehen ist. An der Oberseite dieses Eingangs befinden sich Schilder, die auf der einen Seite das Symbol der Dreifaltigkeit und auf der anderen Seite die Instrumente der Passion (Kreuz, Dornenkrone, Speer, Nägel usw.) zeigen. Das Portal ist mit geschnittenen Feuersteinen verkleidet.

Das Taufbecken ist ein Löwenkreuz mit vier großen sitzenden Löwen um den Schaft. Diese Taufbecken sind an der Grenze zwischen Norfolk und Suffolk sehr häufig zu finden. Um die Schale herum wechseln sich Tudor-Rosen und -Fleuronen mit dem Dreifaltigkeitssymbol, einem Moline-Kreuz (gespaltene Enden) und Schilden für das Geschlecht der Bigods (schlichtes Kreuz) und der Garnays (Chevron zwischen drei Fingerkreuzen) ab. Die lateinische Inschrift auf dem Sockel deutet darauf hin, daß das Taufbecken von dem Sohn William Garnays und seiner Frau Elizabeth, Tochter und Erbin von Ralph Bigod, gestiftet wurde. Sie starb im Jahr 1415.

Das Querschiff aus dem 19. Jahrhundert hat zwei Bögen, die von einer erstaunlichen Marmorsäule mit einem üppig geschnitzten Blumenkapitell getragen werden. Auch im Chor gibt es kunstvolle Kragsteine, der nordwestliche zeigt die Schlange, die im Garten Eden von der verbotenen Frucht kostet.

Das Glas des Ostfensters von Leonard Walker wurde 1957 eingesetzt und zeigt Christus in der Herrlichkeit, mit kleineren Tafeln des Agnus Dei (Lamm Gottes, oben rechts), Fischen, Kelch und Hostie, drei Nägeln und den Früchten der Erde.

Fazit: stark modernisierte Kirche, die leider verschlossen ist

Blick ins Schiff
Geldeston
Löwentaufbecken 15. Jh