Howe St Mary

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Was Sie über diese Kirche wissen müssen

Kirche St Mary Howe

Wo Sie diese Kirche finden

Kircheninformationen

Die Kirche St Mary befindet sich in Howe, einem kleinen Dorf in Norfolk etwa 15 km südlich von Norwich.

Infos zum Schlüssel für die Kirche sind vor Ort erhältlich

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Howe St Mary church
Kirche von Südosten
Howe St Mary church
Turm von Südwesten
Howe St Mary church
Südportal

Howe St Mary besuchen

Unser Besuch der Kirche St. Mary in Howe erwies sich als einer der bemerkenswerten. Das lag vor allem daran, daß sie normalerweise verschlossen ist. Es hing aber eine Info aus, wo man einen Schlüssel bekommen konnte. Die angegebene Adresse war ein Haus direkt an der Abzweigung von der B1332 Norwich Road, ziemlich weit entfernt von anderen Häusern und vor allem von der Kirche und dem Dorf. Daher waren wir ein wenig überrascht, als eine (sehr!) alte Dame die Tür öffnete. Sie war absolut entzückend, und wir erfuhren, daß sie viele Jahre lang in der Kirche die Orgel gespielt hat. Wir hatten ein nettes Gespräch mit ihr und machten uns dann auf - bewaffnet mit dem Schlüssel - das Innere der Kirche zu besichtigen. Kurz darauf bekamen wir Gesellschaft, als ein Herr die Kirche betrat, um sich um die Blumen zu in der Kirche zu kümmern. Er hatte ein tragbares Radio mitgebracht, um während dieser Arbeit Cricket zu hören. Wir hatten noch ein nettes Gespräch mit ihm, und so haben wir schöne Erinnerungen an den Besuch dieser Kirche.

Es gibt keine Anzeichen mehr für einen Glockenturm für diesen Rundturm, aber der grundlegende Rundturm aus dem 11. Jahrhundert ist bis knapp über die Spitze des Dachfirsts des Kirchenschiffs erhalten; lediglich die obersten zehn Fuß sind ein Nachbau. Er ist mit einem Kegel aus roten Ziegeln bedeckt, der gleichen Verkleidung wie das Kirchenschiff und der Chor, die beide an ihren Ostenden Giebelkreuze haben. Es gibt Hinweise darauf, daß es einst ein nördliches Kirchenschiff gab, und hoch oben in der Nähe der Nordtür befindet sich ein rundes, doppelflügliges Fenster, was darauf hindeutet, daß Teile dieser Wand aus dem 11. Jahrhundert stammen. Im Turm befinden sich drei doppelreihige Rundbogenfenster in Höhe der Traufe, deren Rahmen aus Feuersteinen gefertigt sind. Darunter, in Richtung Süden und Norden, befinden sich zwei runde doppelspaltige Öffnungen, ebenfalls aus Feuerstein. An der Westwand ist in Bodennähe der Umriss eines ehemaligen Portals aus Feuerstein zu sehen, das jetzt verschlossen ist, aber innen besser sichtbar ist. Sein Bogen besteht aus roten Ziegeln, die nicht radial angeordnet sind, und wurde 2007 zu einer runden Öffnung umgebaut. Das südliche Kirchenschiff hat verzierte Fenster aus dem 14. Jahrhundert, an der Nordseite befindet sich einfacheres Y-Maßwerk. Der 11-Meter-Chor ist tatsächlich länger als das 9-Meter-Schiff!

Der Turmbogen ist für einen Bogen aus dem 11. Jahrhundert recht breit, aber der runde Kopf ist auf den Imposten (den einzelnen Findlingen, die den Bogen stützen) im typischen Stil des 11. zurückgesetzt. Darüber befindet sich eine rechteckige Öffnung, die Überreste eines oberen Portals, durch das man von einer im Kirchenschiff aufgestellten Leiter in den ersten Stock des Turms gelangen konnte.

Das Kirchenschiff ist mit Balken aus dem 15. Jahrhundert bedeckt, mit langen Wandpfosten, die auf geschnitzten Holzköpfen ruhen. Die meisten dieser Kragsteine sind betende Engel, aber es gibt auch einen gekrönten König und in der südöstlichen Ecke eine Dame mit dem damals modischen gehörnten Kopfschmuck. Unter ihr, in der Breite der Wand, befindet sich die verbliebene Lettnertreppe, die früher zur Lettnerempore führte. Heute gibt es leider weder Lettner noch Empore. In der Nähe steht ein Lesepult von 1905 mit einem geschnitzten Nussbaumholzengel als Stiel, der die Buchablage trägt. Die Della Robbia-Keramik-Plakette der Heiligen Jungfrau Maria wurde der Kirche 1957 geschenkt und wurde wahrscheinlich um 1900 in Cheshire hergestellt. Die Originale sind aus dem 15. Jahrhundert, und wurden in Italien hergestellt.

An der nördlichen Chorwand befindet sich eine Messingplatte, die die Anweisungen von Lady Elizabeth Hasting, die den „Advowson“ (das Recht, den Priester zu ernennen) innehatte, an den Incumbent weitergibt, wahrscheinlich aus dem Jahr 1743. Glücklicherweise gibt es hiervon eine Abschrift.

Fazit: interessante Kirche mit ungewöhnlichem Turm

Howe St Mary church
Blick ins Schiff
Howe St Mary church
Stufen zum Lettner
Howe St Mary church
Lesepult